Blog

 

Was Sie bei der Optimierung Ihrer E-Mails für mobile Endgeräte beachten sollten

Stephanie Colleton
13. Dezember 2012 - Stephanie Colleton, Director, Response Consulting

Gestern haben wir die Ergebnisse unserer halbjährlichen Erhebung zur mobilen E-Mail-Nutzung – und eine damit in Bezug stehende Infografik – veröffentlicht. Zusammen mit der „E-Mail in Bewegung“ Infografik vom Frühjahr dieses Jahres zeigen diese Erhebungen auf, wie sich die mobile E-Mail Nutzung mit der Zeit verändert. Beide Infografiken sind voller interessanter Statistiken, die Sie sich im Zusammenhang mit Ihren E-Mail Marketing genauer ansehen sollten.

Ganz klar dabei ist: Mobile E-Mail ist mehr als nur ein vorübergehender Trend. Und wie beim ersten Kennenlernen, so gibt es auch hier nur eine Chance für den ersten Eindruck.

Was also sagen die Zahlen? 60 Prozent aller deutschen Smartphone Besitzer checken ihre E-Mails auf ihrem Smartphone zumindest einmal am Tag. Wow! Aber – 63 Prozent der Amerikaner und 41 Prozent aller Europäer würden eine E-Mail auf dem Smartphone sofort wieder schließen oder sogar löschen, wenn diese nicht für ihr mobiles Endgerät optimiert wurde. Für all diejenigen Marketers, die ihre E-Mails noch nicht für Smartphones optimieren mag diese Statistik besonders besorgniserregend sein, denn hier geht eindeutig die Chance verloren, mit dem Kunden oder potenziellen Kunden in Interaktion zu treten und die Gefahr besteht, dass das Segment der inaktiven Kontakte deutlich ansteigt.

Um dem entgegenzuwirken habe ich hier einige grundlegende Taktiken für Sie aufgelistet:

• Zuallererst sollten Sie herausfinden, wie viele Ihrer Abonnenten Ihre E-Mails von einem mobilen Endgerät aufrufen. Jede Branche und jeder Markt ist anders und hier ist es wichtig zu etablieren, welche Gewohnheiten Ihre Adressaten haben. In den USA wissen noch immer annähernd 50 Prozent der E-Marketer nicht, wie viele ihrer Abonnenten schwerpunktmäßig mobil ihre E-Mails lesen. Aber wie können Sie diesen E-Marketern einen Schritt voraus sein? Mit Email Client Monitor von Return Path erhalten Sie den notwenigen Einblick in die Endgeräte-Nutzung Ihrer E-Mail-Abonnenten.

• Auf welche mobilen Endgeräte sollten Sie sich aber fokussieren? Machen Sie sich bewusst, dass Ihre E-Mail auf dem iPhone anders dargestellt werden wird als auf dem iPad und wiederum anders auf Android Smartphones. Zwar zeigen die Infografiken auf, dass 85 % aller mobilen Öffnungen auf Endgeräte von Apple entfallen. Dabei muss man sich aber wieder in Erinnerung rufen, dass im Rahmen der Standardeinstellungen bei Apple Bilder automatisch angezeigt werden, im Gegensatz zu Android, wo dies nicht geschieht, so dass auf Android Smartphones im Vergleich anteilig weniger Öffnungen registriert werden. Da der Marktanteil von Android Smartphones weit über dem gemessenen Anteil der Öffnungen liegt – genaue Daten sind in der aktuellen Infografik zu finden – ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die tatsächlichen Öffnungen für Android weit über die gemessenen 14 Prozent hinausgehen.

Optimieren Sie Ihre E-Mails fürs mobile Lesen und “Klicken”:

• Ihr Header sollte einen Link beinhalten, der es dem Adressaten möglich macht, sich die E-Mail für mobile Endgeräte optimiert anzeigen zu lassen. Stellen Sie sicher, dass dieser Link sichtbar ist, ohne dass der Nutzer nach rechts scrollen muss.

• Generell sollten sie die Notwendigkeit, dass der E-Mail Adressat nach rechts oder links scrollen muss so weit als möglich vermeiden. In der Regel ist das bei Apple weniger das Problem als bei Android.

• Reduzieren Sie den Einsatz von Bildern, da diese in der Standardeinstellung eventuell nicht angezeigt werden und damit der Leser Ihren Call to Action übersehen könnte. Je kleiner das Interface, umso wichtiger ist es die richtige Balance zwischen Bildern und Text zu finden.

• Vermeiden Sie zu lange Absätze. Auf einem kleinen Bildschirm hat der Lesen sonst schnell einen unübersichtlichen Textblock vor sich, ohne sich optisch orientieren zu können.

• Da die Kunden fürs Klicken auf dem Smartphone ihre Finger verwenden und nicht etwa eine Maus, sollten Sie um die Links herum immer genug freien Platz einplanen, so dass die Links auch zuverlässig funktionieren.

• Bevor Sie Ihre E-Mail tatsächlich versenden, testen Sie über Tools wie Inbox Preview von Return Path, wie die E-Mail auf den für Sie wichtigen mobilen Endgeräten dargestellt wird.

• Nichts geht übers Testen. Sie sollten alle Änderungen immer testen, um die Auswirkungen dieser Änderungen zu quantifizieren, d.h. eine Änderung nach der anderen, so dass jede Änderung für sich messbar bleibt.

• Vergessen Sie nicht, auch Ihre Webseite bzw. Ihre Landing Pages für die mobile Nutzung zu optimieren. Die E-Mail selbst ist ja (hoffentlich) nur der erste Schritt, der Ihre Nutzer auf Ihre Angebote aufmerksam macht und dann zum Kauf animiert. Wenn also Adressaten von der mobilen E-Mail aus durch“klicken“, stellen Sie sicher, dass sie die versprochenen Informationen schnell auf Ihrer Seite finden können.

Comments are closed.