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Checkliste: Rechtssicher im internationalen E-Mail Marketing

Tom Sather
10. Oktober 2012 - Tom Sather,
Sr. Director, Research

Sich im internationalen E-Mail Marketing auch rechtlich auf sicherem Boden zu bewegen ist nicht immer ganz einfach. In jedem Land gibt es eigene Regeln und Gesetze zu beachten, die sich teils erheblich voneinander unterscheiden. Wäre es da nicht toll eine Checkliste zu haben, anhand derer man sich im E-Mail Marketing für die meisten Ländern rechtlich „sicher“ fühlen könnte?

Michelle Wimmer, die im letzten Jahr als Praktikantin in unserem Professional Services Bereich gearbeitet hat, hat kurz bevor Sie wieder in ihr Jurastudium eingestiegen ist, eine eben solche Liste zusammen und mir zur Verfügung gestellt. Die Liste ist aber zu gut, um sie nur intern zu nutzen, weshalb ich mich entschlossen habe, sie hier zu veröffentlichen. Vielen Dank Michelle und alles Gute fürs weitere Studium!

Wichtiger Hinweis: Dieser Blog Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar. E-Marketer und E-Mail Versender sollten deshalb immer den Rat ihres Anwalts suchen.

1. Opt-in: Versenden Sie ausschließlich auf Basis eines bestätigten Opt-Ins? In vielen Ländern ist ein einfaches Opt-In ausreichend, doch insbesondere in Deutschland ist das Double Opt-In Verfahren zu empfehlen. Das Thema ist von fundamentaler Bedeutung und steht damit zu Recht auf Nr. 1 dieser Liste.

2. Falsche oder irreführende Betreffzeilen: Könnten die Betreffzeilen Ihrer Werbe-E-Mails als falsch oder irreführend betrachtet werden? Falsche oder irreführende Betreffzeilen sind in manchen Ländern bereits ausreichender Grund um rechtliche Schritte einzuleiten.

3. Eindeutige Möglichkeit zur Abmeldung: Bieten Ihre E-Mails Ihren Abonnenten eine eindeutige Möglichkeit, sich von Ihren E-Mails abzumelden? Dies ist in den meisten Ländern ein zwingendes Erfordernis im E-Mail Marketing. Machen Sie sich mit den lokalen Vorgaben vertraut.

4. Speichern Sie den Beweis für die Anmeldung: Speichert Ihr Unternehmen bereits den Beweis für den Opt-In und entspricht diese Speicherung den Datenschutzrichtlinien? Hier unterscheiden sich die lokalen Regeln und Gesetze teils gravierend voneinander. Stellen Sie sicher, dass Sie dies beachten.

5. Prüfen Sie die Reply-To Adresse: Prüfen Sie den Posteingang Ihrer Reply-To Adresse und beantworten Sie eingehende E-Mails? Dies ist in einigen Ländern Teil der auf E-Mail-Kommunikation bezogenen Gesetzgebung und sollte damit auch Teil Ihrer Checkliste sein.

6. Gültige postalische Adresse: Führen Sie in Ihren E-Mails eine gültige Adresse auf? Falls nicht sollten Sie dies schleunigst nachholen, da dies in manchen Ländern zwingend vorgeschrieben ist. Für manche Rechtsformen wie z.B. GmbHs sind in Deutschland zudem weitere Informationen hinzuzufügen wie der/die Geschäftsführer sowie die Handelsregisternummer.

7. Abmelde-Möglichkeiten: Welche Optionen der Abmeldung, die über die Online-Abmeldemöglichkeiten hinausgehen, bieten Sie Ihren Kunden (d.h. telefonische Abmeldung, Abmeldung per Fax oder E-Mail, usw.)? In einigen Ländern ist es rechtlich vorgeschrieben, dass E-Marketer ihren Abonnenten mehr als eine Möglichkeit geben müssen, um sich abzumelden. Lassen Sie das zur Sicherheit prüfen.

8. E-Mail-Datenspeicherung: Speichert Ihr Unternehmen E-Mail Adressen? In einigen Ländern gibt es diesbezüglich rechtliche Einschränkungen, über die Sie sich informieren sollten.

9. Datenschutzrichtlinien: Haben Sie Ihre Datenschutzrichtlinien veröffentlicht? Doch damit nicht genug, lassen Sie prüfen, ob Ihre Richtlinien auch den Datenschutzgesetzen in Ihren Zielländern gerecht werden. Sie sollten generell darauf achten, dass Ihre Datenschutzrichtlinie konkret, einfach zu lesen und verstehen ist, das Datum der Veröffentlichung enthält und Konsumenten darüber informiert, wie sie ihre personenbezogenen Daten ändern können.

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